Angeschaut: Wraith Wood von Asgard Rising (3D-Druck)

Wer mein Blog kennt, weiss, dass ich ziemlich auf Bäume stehe, je spookier, destso besser. Mittlerweile in den Gefilden des 3D-Drucks angekommen, konnte ich es mir daher nicht nehmen lassen, mir den Wraith Wood von Asgard Rising genauer anzuschauen.

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Das zweiköpfige Team von Asgard Rising stellt richtig schicke, nordisch angehauchte 3D-Miniaturen und -Geländeteile her, welche oftmals modular daher kommen.

Hinweis:
Wer sich für einzelne Produkte interessiert, muss nicht gleich ein Patreon bei denen werden, sondern findet deren Kram auch ohne Abo auf diversen Seiten wie beispielsweise MyMiniFactory.

Für dieses Angeschaut greife ich auf das Komplettpaket (es gibt auch kleinere Packs) zurück, welches aus 5 Wurzelelementen, 5 Gabelungen, 9 Baumkronen und 8 kleineren Ästen besteht, die alle modular kombinierbar sind. Druckt man sich diese Teile alle aus, sieht das dann erstmal so aus:

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Die Baumelemene strotzen nur so vor Details – ob Rindenschäden, Pilze oder herabgefallenes Laub, überall gibt es etwas zu entdecken (sogar eine kleine Feentür findet sich zwischen einer der Wurzelbereiche).

Die Wurzelstümpfe sind cleverer Weise so modelliert, dass sie auch ohne Aufsatz funktionieren, sogar ein paar Blätter liegen dann noch in ihrem Inneren.

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Die Stämme kommen wie die Wurzelbereiche in zwei unterschiedlichen Dicken daher, zusätzlich splitten die Gabelelemente (wenn man sie denn verwenden möchte) einen dicken Stamm noch in zwei der dünneren Stämme auf, sodass man ziemlich frei herumexperimentieren kann, um seinen individuellen Baum zu erschaffen.

Und da die Verbindungsbereiche nicht flach aufeinander liegen, sonderen rindennartig zackig und unregelmäßig gestaltet sind, fallen die Schnittkannten später nicht wirklich auf.
Zur besseren Tarnung und für einen besseren Halt habe ich noch etwas Greenstuff an den Übergängen eingerieben.

Abschließend kann man noch die diversen Astlöcher mit den kleinen Ästen stopfen – oder auch nicht. Ganz, wie man mag.

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Die Abschließende Bemalung macht sich aufgrund der aufwendigen Rindenstruktur fast von selbst, Pilze und Blattwerk lockern das Ganze zudem noch auf und bringen einzelne Farbtupfer ins Spiel.

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Ein kompletter Baum aus Wurzel, Gabelstück und Baumkrone erreicht bei einer unmodifizierten Druckdatei ein Höhe von gut 15cm, wobei man aber auch wie gesagt auf die Mittelstücke verzichten kann, um kleinere Bäume zu erhalten, die beim Griff nach den Miniaturen weniger im Weg stehen (oder alternativ die Druckdateien etwas runterskalieren kann).

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Die Dateien kommen mit und ohne Supports daher, wobei es für die Wurzelelemente keine vorgefertgiten Stützelemente gibt. Da mir allerdings gleich beim ersten Wurzeldruck ein ausladendes Wurzelelement beim Lösen von der Druckplatte abbrach, empfehle ich, auch die Wurzelbereiche (ohne sie zu drehen) mit Supports auszustatten.

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Abschließend kann ich diese Bäume nur jedem empfehlen, der ein paar schaurige, detaillierte Bäume sucht. Das komplette, hier gezeigte Dateipaket kostet zwar stolze 20 Dollar, doch wenn man bedenkt, dass man sich damit quasi unendlich große, individuelle Wälder basteln kann, ist das weitaus günstiger, als die typischen drei Bäume für 40 Euro, die man im regulären Handel erhält.
Zum Reinschnuppern bekommt man als Nicht-Patreon die kleineren Pakete schon ab 4$.

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Fazit:
Kaufen, drucken, Freude haben.

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Ein (kopf)steiniger Weg – Cobblestonetiles

Vor kurzem habe ich mich einige Wochen mit der Umsetzung von Kopfsteinpflasterplatten rumgeschlagen. Das sollte alles unkompliziert und schnell gehen, doch die Suche nach der richtigen Methode hat ironischer Weise alles in die Länge gezogen und am Ende…
Aber lest selbst.

Variante A – Der Gußform-Stempel

Mein erster Plan war ein quadratischer Stempel eines Kopfsteinpflasters, den ich dann einfach dich an dicht in eine Modelliermasse drücke. Fest müsste der sein, am besten gegossen.
Also habe ich mir erstmal aus Hartschaum einen Stempelrohling gebastelt…

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…aus dem ich dann eine Silikonform gegossen habe. Da Güsse aus dieser Form aber nur ein Negativ des Stempels ergeben hätten, musste also ein Positiv her. Der Plan war, aus dem Negativ eine weitere Silikonform zu machen, mit der ich mir dann ein solides Stempel-Positiv meines ursprünglichen Hartschaum-Rohlings giessen könnte.

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Meine einzige Sorge war, dass ich das Silikon für das Positiv nicht mehr aus der Negativform bekomme. Also habe ich gegoogelt, Mitbastler befragt und am Ende schließlich mit viiiiiel Trennmittel Silikon in die Form gegossen.

Tja…
Heraus kam ein solider, zusammen geschmolzener Silikonklumpen – Negativ und Positiv waren untrennbar miteinander verbunden.
Mission failed.

Variante B – Der Gitter-Stempel

Ich blieb noch bei dem Stempelgedanken, allerdings ohne die Stempelherstellung noch in Erwägung zu ziehen.
Stattdessen habe ich nach einem passenden Stempel Ausschau gehalten – und wurde irgendwann in Form eines Metallgitters fündig.

Dieses wurde dann in zuvor ausgerollte Modelliermasse gepresst und machte tatsächlich, was es sollte.

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Doch das Ergebnis gefiel mir nicht – viel zu sauber, zu industriell. Für Steampunk – oder Weltkriegsszenarios würde das gut passen, aber ich wollte kaputte, mittelalterliche Strassen, doch dafür sahen die Gitterabdrücke viel zu gleichmässig aus.

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Mission failed again.

Variante C – Doin‘ it OldSchool + Maxigußform

Also gut, dann halt Stein für Stein es mal versuchen und schauen, ob ich damit nicht auch eine Gußform hinbekomme.
Der Heißdrahtschneder wurde angeschmissen, fleissig Flachquadrate zurecht geschnitten und auf eine MDF-Platte geleimt-

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Das ging schneller, als es aussieht, war aber einfach nur nervig.

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Schließlich wurde alles noch mit Spachtelmasse bestrichen,..

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…Sand in die Schlaglöcher gegeben….

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…und eine Silikonform gemacht. 1 ganzer Liter war für die 30x30cm Platte nötig – holla die Waldfee!

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Dann war ich erstmal zufrieden und habe mir fleissig mit Stewaling Abdrücke gegossen.

Am Ende würde ich 9+ Platten haben, auf die ich dann Häuser mit eigenen Bürgersteigplatten stellen könnte, die so ganz von allein die Strassen entstehen lassen würden – so zumindest der Plan.

Doch als ich alle Plattengüsse fertig hatte und den ersten auf eine MDF-Platte leimte, machte es plötzlich KNACK! – und ich hatte zwei Hälften.
Minimalste Unebenheiten an der Unterseite hatte beim sanften Aufdrücken auf das Holz die gegossene Platte einfach gesprengt.

Also bloß vorsichtig mit der zweiten PlaKNACK!
Noch eine im Arsch.

Platte drei wurde dann sauberst abgeschliffen und vorsicKNACK!

Platte 4 KNACK!

Und KNACK!

Und KNACK! KNACK! KNACK! KNACK!

Ich hätte kotzen können.
Trotz aller Vorsicht und Nachbehandlung waren alle 9 Stewalinplatten im Eimer und auch passgenau aneinander gelegt sah man die Bruchstellen immer noch.

Ein anderes Gußmaterial musste her.
Also wurde gegoogelt und gefragt.

Am Ende hatte ich als praktischste und günstigste Variante ein Resin-Gießharz gefunden – kam aber bei 9 Platten (die je 1 Liter Gußmaterial brauchen) auf knapp 200 €uro.
Nachdem ich schon Massen an Silikon und Stewalin in dem Projekt verheizt hatte, war es das – ich hatte keinen Bock mehr, noch mehr Kohle zu verballern, da hätte ich auch einfach zu einer Mousepad-GamingMat greifen können, auch wenn die optisch natürlich nicht mit plastischen Platten mithalten können.

Mission failed – once again!

Variante D – Doin‘ it just OldSchool

Was soll ich sagen.
Am Ende habe ich mir jede Platte individuell mit Hartschaum beklebt. Extrem nervig, aber inzwischen hatte ich mich einfach festgebissen und wollte ein Ergebnis, also wurde das schonungslos durchgezogen.

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Auch hier habe ich wieder alles mit Spachtelmasse verputzt, um die Lücken zwischen den Steinen „echter“ wirken zu lassen.

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Für die Bemalung wurde zunächst alles grau grundiert, danach die Bordsteine hellgrau angemalt und einzelne Pflastersteine bunt angemalt.

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Anschließend wurde schwarzes (Bordsteine) und braunes (Kopfsteinpflasterbereiche) Wash aufgetragen – würde ich das nicht selber herstellen, wäre das nochmal ordentlich ins Geld gegangen, da ich insgesamt etwa knapp einen halben Liter für alle Platten verbraucht habe.

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Abschließend wurde alles in 3 Tönen Ttrockengebürstet und mit ordentlich ModPodge versiegelt.

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Und schließlich war ich zufrieden 🙂

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Tja, hat alles länger gedauert und war aufwendiger, als ursprünglich gedacht, doch das Ergebnis war es mMn wert.

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RPG-JourneyTiles

Um Reisedistanzen im Rollenspiel für meine Spieler überschaubarer zu machen, habe ich mir ein paar JourneyTiles gebastelt. Dafür habe ich einfach etwas Hartschaum strukturiert, alles in quadratische Blöcke geschnitten, diese dann bemalt und zum Abschluss noch etwas begrast.

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Am Spieltisch können diese dan symbolisch die Reisedistanz darstellen, wobei ein Block für eine Tagesreise steht. So haben die Spieler eine grobe Übersicht, wie weit ihr Weg noch ist, ohne buchzuführen oder ständig aufpassen zu müssen, der wievielte Tag es jetzt genau ist.
Ist zwar nur eine Spielerei, aber hey, was soll ’s?

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Im folgenden Bild wird beispielsweise eine 5-Tagesreise dokumentiert. Am zweiten Tag kam man an dieser seltsamen Statue vorbei, am dritten Tag tauchte die Strasse in ein Waldgebiet ein, am vierten Tag kam es zu einer Begegnung mit Goblins und am fünften Tag verließ man schließlich den Wald und erreichte das Ziel der Reise.

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Die Idee stammt ursprünglich von Dan Defazio.

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Ein paar erste Minis 2021

Seit Wochen stehen hier ein paar Blood & Plunder Söldner und Dirnen halbbemalt vor mir (zumindest sind das die in vorderster Front meiner aktuellen Bemalminis), stattdessen muss ich innerhalb von 24h aber ein paar neue 3D-Printminis bemalen. Und da ich zeitnah (sprich überhaupt) mal an Fotos gedacht habe, zeige ich die auch.
Wie immer quick’n’dirty.

Eine elfische Schurkin…

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…ihr männliches Gegenstück.

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Ein Tannberger Hexenjäger…

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…und schließlich sein zwergischer Kollege.

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Eigentlich probiere ich aber derzeit die verschiedensten Varianten für Pflastersteinmodule aus und hab jetzt endlich die Methode gefunden, die das für mich beste Ergebnis liefert.
Demnächst dazu mehr.

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Bruchecke

In letzter Zeit habe ich einige Gebäuderuinen gebastelt (die ich demnächst mal ablichten muss), ähnlich wie das Teilstück meiner Ruinengasse. Bei meinem letzten Exemplar habe ich zumindest ein paar Fotos gemacht, die ich hier zeigen will.

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Wie man sieht, habe ich mich bei der Fassade an meinem Torhaus orientiert, nur halt noch kaputter und wieder unter Verwendung von mit der Walze strukturierten Hartschaumscheibchen.
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Totholz aus Hartschaum

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Meistens sind die spontanen Ideen die besten.
Das grinst mich erst ein Hatschaumstück an, dann mein Cuttermesser.
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Rundturmruine

Als ersten Test für meinen neuen Kreisschneider habe ich mich für die Ruine eines Rundturmes entschieden.

Schön offen für gute Bespielbarkeit.

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Tutorial: Der Bau des Torhauses

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Für den Bau des Torhauses wird neben Hartschaum, etwas Pappe, 2 Zahnstochern und Farbe (ich habe günstige Abtönfarbe verwendet) ein Heißdrahschneider benötigt (am besten mit einer Führungsschiene), da präzise Schnitte erforderlich sind. Zudem sind Strukturwalzen zu empfehlen, wenn man die Steine nicht alle per Hand einprägen will. Achja – Leim wird natürlich auch noch gebraucht.
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Das Torhaus / Gatehouse

Wie neulich schon gespoilert, habe ich an einem Torhaus gebastelt. Vorlage ist das Torhaus des Wightwood Abbey Geländes, welches mir mit 60 €uro inklusive Versand (das ist ein 3D-Druck, den ich wegen Druckermangels aus Spanien ordern müsste) zu teuer war – außerdem war es eine nette Herausforderung.

Wie auch immer – nach vier fleissigen Tagen ist es nun fertig:

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Ein paar übellaunige Wachen warten griesgrämig auf Reisende.
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WIP: Torhaus

Gerade fleissig am Werkeln…

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