Der Gefangene der Gruft

Für eine Rollenspielbegegnung wird es heute mit dem „Gefangenen der Gruft“ etwas spooky:

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Ob nun als Questziel, Rätselbasis oder verfluchter Schrecken, den man besser nicht befreien sollte, ist dieses in Ketten gelegte Skelett für einiges am Rollenspieltisch zu gebrauchen – und seine Bastelumsetzung recht einfach.
Los geht’s.

Angefangen hat alles mit einem Hartschaumblock und einem gruftmäßigen Portal:

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Bei dem Block wurde ein Stückchen abgeschnitten, um später als hintere Wand zu dienen, danach wurde – mit dem Portal als Schablone – der Rest des Blocks ausgehöhlt und in Form gebracht.

Zudem wurden zwei unterschiedlich große Hartschaumbodenplatten gefertigt.

Für die Innenverkleidung habe ich ein Steinmuster auf zwei dünne Hartschaumstreifen eingeritzt, da ich im eigentlichen Bogen mich nur vertan hätte oder abgerutscht wäre.

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Diese „Texturtapete“ wurde dann in den Bogen geklebt.

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Bei den hinteren Wand habe ich dagegen direkt geritzt.

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Nachdem Rückwand und Bogenelement schließlich miteinander verleimt waren, texturierte ich (per Alufolienball) die (später nur sichtbaren) Ränder der Bodenplatten und klebte diese ebenfalls aufeinander.

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Danach wurde das Portal in seine Position geklebt und ich fing an, Steinchen an die Wände zu kleben.

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Irgendwann war alles dann mit Gemäuer verkleidet.
Mausoleumsnische und Bodenplatten wurden allerdings nicht miteinander verleimt, da das die Detailarbeit im Inneren mit dem Gefangenen und die spätere Bemalung nur erschweren würde.

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Aprospos Gefangener.

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Dieser besteht primär aus einem Hartschaumstück, das mit groben Leinenstoff umwickelt wurde und schließlich noch einen Schädel verpasst bekam.
Am Ende wurden noch ein paar Kettenreste kreuzförmig aufgeklebt und eine Zahnstocherspitze (als Pfahl) ihm in den Nacken geklebt.
Dann konnte der Gefangene bemalt werden.

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Damit das Skelett nicht zu mickrig wird und die Portalunterseite nicht zu viel von ihm verbrigt, kam ein Podest noch auf die Bodenplatten, wo er später stehen sollte.

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Schließlich wurde alles bemalt und der Gefangene mit einer verleimten Zahnstocherstütze in Position geklebt.

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Ursprünglich hatte ich noch ein Gitter geplant, das Innen an das Portal geklebt werden sollte, um dem Gefangenen einen richtigen Käfig zu verpassen.
Doch als ich alles fertig hatte, stellte ich fest, dass die Zahnstocherstäbe zu dick und zu dicht waren, sodass man vom eigentlichen Gefangenen kaum noch was sehen würde, wenn man nicht gezielt mit einer Taschelampe durch die Stäbe leuchtete.

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Also wurde die Idee verworfen und ich beschloß zur Auflockerung, einfach noch ein paar Grabbeigaben dem Gefangenen zu verpassen, im Detail eine Tonvase, ein Gabentöpfchen sowie ein Schild und ein Schwert, die ich farblich alle etwas auf alt und rostig trimmte.

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Im Gegensatz zu meinem ursprünglichen Plan beschloss ich, Boden- und Nischensegment am Ende doch nicht miteinander zu verleimen.

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So könnte ich die Nische auch ohne Gefangenen verwenden bzw. ein neues Bodensegment irgendwann mal basteln, das eine andere Nischfüllung enthalten könnte, wie beispielsweise einen Schatz usw.

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Fertig war das Ganze.

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