Deadzone-Terrain: Treibstoffsilo

Die Aktion „Mehr Deadzone-Gelände“ schreitet voran, ist aber gar nicht immer so leicht:
Neulich fiel mir beim Ausmisten eine alte CD-Trommel in die Hände, die man basteltechnisch doch eigentlich ganz gut verwerten können müsste. Will man aber bei Deadzone halbwegs in der Cubescale bleiben, ist so ein rundes Ding auf den ersten Blick dann doch nicht mehr so ideal…

Oder..?

Zumindest ein übersichtliches (im kubischen Sinne) Geländestück, müsste doch drin sein, auch wenn es eine eher weniger kantige Grundformen hat – wie beispielsweise ein Treibstoffsilo.

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Also fing ich mit dem Rohbau an.

Zuerst habe ich an der CD-Trommel-Unterseite ein paar noch hervorstehende Plastikstecker mit dem Cuttermesser entfernt und den „Buppel“ auf der Deckelmitte rausgeschnitten. Auf der nun ebenen Oberfläche wurde ein Pappkreis aufgeklebt, der später eine gleichmäßige, stabile Plattform bieten sollte – und nebenbei störende Artikelnummereinprägungen auf dem Plastikgehäuse verbirgt.

In die Mitte der Plattform habe ich dann noch den Deckel einer Süßigkeitendose aufgeklebt, dessen Oberflächen ich vorher noch mit Pappe bzw. Papier abgedichtet hatte, um auch hier eingeprägte Herstellernamen und Recyclingsymbole zu tarnen.

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Als Nächstes habe ich mir ein biegsames Kunststoffgitter zurecht geschnitten und es Stück für Stück mit Sekundenkleber an der Innenseite des Trommeldeckelrandes befestigt.

Danach wurde Wellpappe einmal um die gesamte Rolle geklebt, da blanke Silowände mir bei der Größe zu kahl gewesen wären, ich aber auf fummelige Nietenverzierungen o.ä. keinen Bock hatte.

Und eine alte Leiter, die ich bestimmt schon seit 20 Jahren rumliegen habe, kam endlich zum Einsatz und wurde mit Sekundenkleber befestigt.

Schließlich habe ich aus einem MDF-Rest noch schnell ein Base geschnitten und den Silorohbau darauf aufgeklebt.

Danach wurde alles per Spraydose grundiert und anschließend von oben mit Grau und danach noch mit etwas Weiss eingenebelt, damit der Look auch zu meinen Battlezone-Gebäuden passt.

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Anschließend ging es an die Bemalung, welche gar nicht umfangreich ausfallen sollte – lediglich etwas Gelb, um das industrielle Grau aufzulockern, und natürlich Metallic am Absperrgitter und den Leiterstufen. Für den Teerlook des Bases griff ich nicht zu Schwarz, sondern wählte Anthrazit, wobei ich die vorher gelb eingefärbten Baserände noch mit Tape abklebte.

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Dann wurde es nochmal etwas fummelig, da ich Warnstreifen haben wollte, die am Rand einmal um das gesamte Base herum gehen, statt nur eine durchgezogene, gelbe Linie. Dafür kam abermals Tape zum Einsatz, das ich vorher in 5mm breite Streifen geschnitten hatte und nun mit Hilfe der Linien meiner Bastelunterlage am um 45° gedrehten Base befestigte.

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Trotz Podcastberieselung gibt es weitaus unterhaltsamere Freizeitbeschäftigungen, doch nachdem die freien Lücken mit dem selben Anthrazitton bemalt waren und ich das Tape entfernte, sah ich, dass sich die Mühe gelohnt hatte.

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Schließlich wurden noch ein paar Stellen korrigiert, wo das Tape nicht richtig gedeckt hatte und mit etwas Wash noch Rost- und Dreckspuren auf den Wellpappebereich, die Leiterstufen und das Absperrgitter aufgetragen.

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Das fertige Treibstoffsilo ist Sichtblocker und Aussichtsplattform zugleich. Seine Basefläche misst 2 x 2 Cubes und das Geländestück ist zufälligerweise auch fast exakt (5mm zu hoch sind da locker verkraftbar) einen Cube hoch. Um auf die Silo-Plattform zu gelangen, werden Miniaturen vermutlich nur die beiden Cubes benutzen können, welche sich die Leiter teilen.

Alles in allem bin ich ziemlich zufrieden, zumal mich das Treibstoffsilo (Malutensilien und Zeit mal nicht mitgezählt) quasi nichts gekostet hat 🙂

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