Deadzone Terrain: Gerasterte Dschungelplatte ohne Raster – Part I

Eine Spielplatte für Deadzone ist rein geländebautechnisch ein eher lahmes Ding:
Möglichst flach und mit 8×8 Feldern versehen.

Sanfte Hügel oder felsige Erhöhungen sind da wenig förderlich, wenn es also schick werden soll, muss man etwas tricksen.
Da ich mittlerweile über Unmengen an Aquariumspflanzen verfüge (China-Importe als auch die Tiger-Läden sind da eine günstige Fundgrube) habe ich beschlossen, eine Dschungelplatte für Mantics Skirmish-System zu bauen – da kann ich die relativ „öde“ Platte mit wuchernden Dschungelpflanzen vollpimpen, was am Ende ziemlich gut aussehen sollte.

Doch wie mache ich das mit dem Raster, wenn die Platte selbst halbwegs zugewuchert aussehen soll? Linien mit dem Stift haben es da schwer, weshalb ich mir eine andere Methode überlegt habe.

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Den Anfang machte erstmal eine 60x60cm Platte aus dem guten, alten MDF (hier mit einer Dicke von 10mm), auf die ich dann an einzelnen Stellen mit Pappe aka verwitterten Steinplatten beklebt habe, welche später helfen sollen, das eigentliche Raster noch auszumachen.

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Danach wurde die Platte ganz klassisch eingeleimt und mit Vogelsand bestreut, wobei ich hier und da größere Steinchen und erste Stöckchen (findet man auf der Straße) miteingearbeitet habe.

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Als alles getrocknet war, ging es ans Grundieren. Hier habe ich handelsübliche, braune Abtönfarbe verwendet, in die ich hier und da etwas Grün und Gelb beigemischt habe. Zudem habe ich gleich noch etwas grobes Schaumstoff-Flock über die noch feuchte Farbe rieseln lassen – das Zeug verklebt dann schon mal ganz gut und bleibt haften.

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Jetzt ging es ans Raster.
Da ich später noch ordentlich Grünzeug auf dem Boden haben wollte war klar, dass ich mit einfachen Linien hier nicht weiterkommen würde:
Unter dem ganzen Grünzeug würde man solch ein Raster einfach nicht mehr sehen und auf dem Grünzeug selbst würde ich keine Linien sinnvoll auftragen können. Zudem würde der braune Untergrund nur ein helles Raster farblich nicht verschlucken – klassische Linien hauen halt bei sowas nicht hin, weshalb ich mir folgende Methode als Alternative überlegt hatte:

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Zunächst habe ich mir 4 Papierstreifen zurecht geschnitten, jeweils 7,5 x 60 cm – also genau eine Rasterspalte breit. Anschließend wurden diese vier Streifen an ihren richtigen Position auf die Platte gelegt und an den Rändern mit Tape befestigt.

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Anschließend habe ich mit grünem Spray ganz leicht (Pfft-Pfft) über die Platte gesprüht, was dann nach Abnahme der Papierstreifen so aussah:

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Anschließend wurde die Platte um 90° gedreht und abermals die Papierstreifen darauf befestigt. Jetzt wurde wieder gesprayed, so dass ein schottenrockähnlichen Muster entstand:

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Voilá – eine gerasterte Spielplatte ohne Rasterlinien.

Was jetzt noch folgte, war das Bemalen der Steinplatten und jede Menge Flock. Da ich über Letzteres Dank der Eigenproduktion aus Sägespähnen und Farbe massig verfüge, konnte ich mich hier richtig austoben:
Mit Leimwasser einpinseln, vollflocken, trocken lassen, abermals mit Leimwasser einpinseln, wieder vollflocken usw.

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Obwohl ich es mit dem Flock etwas übertrieben habe, kann man immer noch das Raster durch den verschiedenfarbigen Untergrund gut ausmachen (die Steinplatten bieten hier eine zusätzliche Orientierungshilfe) und damit spielen.

Jetzt muss ich nur noch meine Unmengen Aquariumspflanzen in Dschungelgelände verwandeln (worüber ich dann in Part II berichten werde), bevor es in diese tropische Deadzone gehen kann.

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