Geländebau: Fantasyruine

Auch wenn diese Seite sich hauptsächlich mit SciFi-Wargaming im 15mm Maßstab beschäftigt, bin ich auch immer wieder mal im 28mm-Bereich unterwegs – und nicht nur in der SciFi.

Worum geht es? Frau Skirmisher bemalt nun seit geraumer Zeit hin und wieder die chibiartigen Miniaturen von Arcadia Quest, Super Dungeon Explore oder Ninja Allstars, welche sich gerade für „Bier & Bretzel“-Abende mit Song of Blades and Heroes o.ä. sehr gut eignen und für die ich auch schon 1-2 Gebäude errichtet habe.

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Neulich entdeckte ich beim Stöbern im Netz eine Ruine auf Fantasystones.de, deren Aufbau mir gut gefiel und die ich deshalb auf eigene Faust in Angriff nahm, allerdings nicht mit Hirst Arts & Co, sondern Styrodur.

Hinweis:
Statt ein realistisches Aussehen, wollte ich mehr einen leicht comichaften Look hinbekommen, wie bei den gefertigten Gebäuden – weshalb ich viel auf saubere Formen und weniger auf zerbröselte Verwitterung setzte.

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Los geht ’s.

Zunächst habe ich mir die Grundform aller drei Hauptwände auf Hartschaum markiert und anschließend mit einem spitzen Bleistift die ganze Fläche mit Mauerwerk versehen.

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Anschließend wurden die Wände in ihre Einzelteile zerlegt und mit Holzleim und ein paar Stecknadeln in Position gebracht.

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Während die Konstruktion trocknete, beschäftigte ich mich schon einmal mit der Innenmauer, die später den Wehrgang stützen sollte. Ich schnitt die Rundbögen aus und verzierte das Mauersegment ebenfalls mit einem Steinmuster, bevor ich es schließlich in Position brachte.

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Schließlich kam der Wehrgang an die Reihe. Zuerst verwendete ich noch die selbe Styrodurstärke wie bei den Mauern, doch das Ganze wurde dadurch zu hoch und ich ersetzte den Boden des Wehrgangs durch dünneres Material, das ich per Bleistift in Steinplatten unterteilte. Außerdem wurde es nun Zeit, dem Ganzen ein Base zu verpassen, wofür ich 6mm dickes MDF aus meiner Restekiste kramte und zurecht schnitt.

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Nebenbei kümmerte ich mich um Details wie Mauerstützen zur Verzierung der Außenwände oder Gesteinstrümmer der Bruchstelle und die kleine Treppe zum Wehrgang (am Ende des Artikels findest Du eine vollständige Galerie mit allen Bildern – ich wollte den Bastelreport nicht durch zu viele Fotos zu sehr aufblähen).

Nachdem der Leim überall gut getrocknet war, versah ich den „Hofbereich“ mit etwas Spachtelmasse, um dem Boden ein paar Gefälle und Unebenheiten zu verpassen.

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Abermals ließ ich alles trocknen, danach griff ich erneut zum Leim und garnierte die Bodenbereiche (und Teile des Wehrgangs) mit Steinchen und Vogelsand.
Und wieder hieß es: Trocknen lassen.

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Nebenbei fiel mir auch noch auf, dass die Rundungen der Bögen im Innenhof etwas „abgeschitten“ aussahen, weshalb ich die Stellen mit ein paar Pappestücken kaschierte.

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Schließlich wurde das ganze Gebilde mit schwarzer Abtönfarbe grundiert.

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Im Anschluß kamen die „richtigen“ Farben zum Einsatz – hierbei habe ich vornehmlich mit weisser Abtönfarbe ganz stupide Trockengebürstet, am Boden dasselbe mit Braun und etwas Grün. Etwas Wash noch hier und da sowie etwas Metallfarbe an den Fackelhalter und hellere Farbtöne für den kleinen Totenschädel – fertig. Anschließend habe ich noch „geschummelt“ und die Linien zwischen den Steinen mit schwarzem Fineliner nachgezogen (und mich an zwei Stellen auch vermalt, aber noch nicht korrigiert).

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Als Letztes wurden die Bodenfläche noch einmal mit Leimwasser bestrichen, zwei verschiedene Grasstreus drüber gerieselt und ein paar Büsche aus Foilage Clustern gepflanzt. Fertig war die Ruine.

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Hier nochmal sämtliche Fotos, die ich beim Basteln geschossen habe und für die im Artikel nicht unbedingt Platz war:

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