Körperlose Geister

„Formlose“ Minis sind in Sachen Bemalung immer etwas anderes, als der „normale“ Standardzinnsoldat. Ich erinnere nur an mein Wasserelementar oder die Nebelschrecken – nicht ohne Grund steht bei mir schon seit einer gefühlten Ewigkeit ein Feuerelementar auf dem Maltisch. Nicht, dass das jetzt die großen Skills erfordert, aber man kann schlecht sagen, was am Ende bei rauskommt – und ich bin dann immer etwas zögerlich.

Zwei Neuzugänge (beide von Reaper) habe ich daher überraschend schnell, kurz nach Erhalt fertiggestellt.

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Einmal einen Wraith – der ist aber auch von der Grundoptik her schwarz, da war das nicht so der Akt.

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Die gequälten Seelen dagegen sind (ähnlich wie das Wasserelementar) aus transparentem Kunststoff – da hab ich schon vor dem ersten Pinselstrich etwas gezuckt.

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Letztendlich war es dann aber alles nur halb so wild, dennoch finde ich, hat man bei „festen“ Formen mehr Kontrolle über das endgültige Ergebnis.

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Darkest Dungeon Miniatures – Swine Chopper

Einen Teil meiner dritten Lieferung Darkest Dungeon Minis habe ich ja schon seit geraumer Zeit fertig, jetzt entschied ich mich, mir mal den Swine Chopper vorzunehmen.

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Auch beim Schweinehacker habe ich mich farblich an die digitale Vorlage gehalten – und die Sau gefällt mir richtig gut. Jetzt fehlt nur noch der amphibische Schamane aus der Bucht, während ich darauf warte, dass der Postbote mir hoffentlich bald die Grabräuberin und den Hundemeister bringt.

Hier noch ein paar Bilder vom Schinken:

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Modulares Gasthaus/Fachwerksegmente

In der „So nice, awesome-great“-HotGlue-Craftingszene aus Übersee sind ja 3×3 Tiles mit angeklebten Wellpappewänden das NonPlusUltra, ich selbst bevorzuge eher freistehende, modulare Wandsegmente ohne Boden, wie ich sie schon für meinem BiggestDungeon hergestellt habe – und darum soll es hier gehen.

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Auch wenn man beim Rollenspiel Gasthäuser ständig besucht, sie aber eigentlich nur bei bestimmten Plots bzw. einer zünftigen Wirtshauskeilerei auch wirklich als Gelände benötigt werden, wollte ich schon länger das Wandsegment-Prinzip für fachwerkartiges Gelände umsetzen – was ich jetzt endlich getan habe.

Grundprinzip sind mal wieder freistehende, durch dickere Randstücke (hier „Holz“säulen) stabiliserte Wände, diesmal jedoch nur immer an einer Seite gestützt, damit ich später nicht zwei Holzbalken nebeneinander habe:

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Dazu kamen noch ein paar Fenster- und Türsegmente, schließlich muss man ja eintreten und mal ’n Blick nach draußen werfen können.

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Abschließend gab es zur Verzierung (und um Schnittspuren und Unsauberkeiten zu kaschieren) noch ein paar zusätzliche Holzbalken, auch wenn ich mich nicht wirklich an die Regeln des Fachwerkbaus (Stichwort horizontale Stützbalken) gehalten habe – für den optischen Look reicht das aber allemal aus.

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Die Grundierung erfolgte mit gefärbtem ModPodge, was den Hartschaum ausreichend versiegelte, so dass ich endlich meinen Rest Bone-Spray sinnvoll verballern konnte und nicht jedes Teil per Hand bemalen musste.
Abschließend kam noch braunes Contrastwash auf die Holzteile – fertig:

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Und das war es auch schon – ob Schankräume, Gasthauszimmer oder Hehlerhäuser, urbane Innenräume sind mit den Teilen ganz schnell aufgestellt.

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Destroyed Dungeon 2 – Noch etwas Sperrmüll gefällig?

Meinen Dungeonmüll habe ich noch etwas erweitert – diesmal sind es zwei verfallene Schränke und zwei Trümmerblöcke geworden:

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Alles komplett aus Hartschaum (die Blöcke samt Brettchen waren eigentlich nur Reste in passender Form, die miteinander verleimt wurden), wobei bei den Schränken noch etwas Stoff dazu gekommen ist, um alte Lumpen etc. darzustellen.

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Fantasykrams hat gegenüber SciFi-Gelände ja eh schon den Vorteil, dass man nicht so präzise und gestochen-scharf arbeiten muss, was bei den ganzen „kaputten“ Sachen aber nochmal gesteigert wird.

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Schlamperei hoch zehn macht das Endergebnis noch besser, entspannter kann man nicht basteln.

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Destroyed Dungeon – Verliese sind oll

Als ich neulich bei einem Let’s play mir digitales Dungeonlayout näher reinzog, fiel mir auf, dass es mittlerweile zwar zahlreiche Dungeonmöbel und – accessoires zu erwerben gibt, diese meistens jedoch vor allem eines sind: Noch völlig intakt.

Ob schicke Tische, Bücherregale oder Wandbehänge – alles steht noch irgendwie, doch ein Dungeon ist ja hauptsächlich vor allem oll.

Zeit, das zu ändern und ein paar kaputte Dungeonfüllungen zu erstellen.

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Zuerst habe ich ein paar grobe Hartschaumblöcke strukturiert und mit Modelliermasse – damit alles nicht so flach liegt – auf ein Pappbase geklebt.

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Dazu gab es dann Steinchen und Sand für Schutt…

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…fertig war die heruntergekommene Decke.

Im Schuttrausch habe ich dann noch ein paar flache Modellierhaufen geformt und mit Balsaholzbrettchen bestückt,…

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…welche dann zu kleinen Schuttbergen wurden.

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Da das Balsaholz noch griffbereit lagg, habe ich gleich ein paar weitere Bretter gebastelt und mit Leim verklebt.

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Die können jetzt als Bretterunrat hier und da verteilt werden.

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Da ich grad beim Thema Holz und noch in Stimmung war, hab ich aus Streichhölzern und Stoffresten noch schnell zwei kaputte Etagenbett geklebt.

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Die passen wunderbar zu meinen intakten Etagenbett, die ja auch nicht wie frisch lackiert aussehen.

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Apropos Holzmobiliar – ein kapuute Tische mit abgebrochenen Beinen dürfen bei einem runtergekommenen Dungeon auch nicht fehlen, die habe ich aber nach alter Manier wieder aus Hartschaum gefertigt.

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Dank Mod Podge bzw. Leim sind die stabil genug.

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Und so war die erste Ladung modularer Dungeonschrott nach ein paar Tagen einsatzbereit.

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Das Ding aus dem Sumpf mit Contrast Colors

Nachdem ich neulich dieses schnuckelige Sumpfmonster erstanden hatte, dachte ich, damit könnte ich ja mal diese neuen, tollen, hippen Contrast-Colors von GW ausprobieren.

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Kurzum – so die Offenbarung sind die Farben nicht wirklich, wenngleich auch nicht unpraktisch. Halt kein wirkliches Novum, dafür aber auch teuer.
Viel saftiger fand ich dagegen die Mini…

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Das putzige Kerlchen ist ein Wirrwarr aus Ästen, Schlick und Sumpfgras, doch auch mit normalen Farben und etwas Wash (das hier eh im Nachtrag auch noch zum Einsatz kam) wäre das Ergebnis ähnlich ausgefallen – einfach etwas Wetpainting und hier und da Akzente setzen.

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Ging jedensfalls – im Gegensatz zu meinen ersten Befürchtungen – ratzfatz.

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Beim Base habe ich neben dem obligatorischen Streu und ein paar Tufts auch noch etwas Glanzlack für den Sumpflook aufgetragen.

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Weiter geht’s…

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DIY: Toter Baum aus Totholz

Bäume aus dem Modellbau-/Eisenbahnbereich sind zwar schick, allerdings nicht grad billig, sehr empfindlich und immer etwas arg dünn für 28mm Figuren. Als mir dann neulich ein paar am Boden liegende Ästchen in den Blick kamen, wollte ich endlich mal etwas ausprobieren, das ich schon länger vorhatte…

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Zuerst habe ich ein paar passende Zweige aneinander geklebt, anschließend wurden die mit 3€-Modelliermasse auf einem Base befestigt.

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Dann habe ich nach und nach dieses Baumskelett mit Modelliermasse eingedeckt und feine, vertikale Linien kreuz und quer dort reingefurcht.

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Das kann man ohne elfische Gene nicht am Stück machen, da man früher oder später irgendwo anfasst und die Borkenlinien zerdrückt – also: Ein bissel heute, ein bissel morgen.

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Nach 3-4 Tagen a 15 Minuten Knetarbeit war dann alles eingehüllt und schon jetzt erschien mir die Stammdicke deutlich besser, als bei den Fertigbäumen (die Citadel Woods mal ausgenommen).

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Dann kamen noch etwas Sand und Steichnchen aufs Base,..

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…bevor alles mit schwarz gefärbtem Mod Podge grundiert wurde.

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Dann gab es erstmal eine verdünnte Schickt aus schwarzer und brauner Abtönfarbe.

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Dann wurde der Baum in drei heller werdenden Schichten (2x Gelb dazu, 1x Weiss)…

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…trockengebürstet.

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Dann gab es noch etwas Gras auf das Base sowie…

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…etwas grünes Wash hier und da auf die Rinde,..

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…fertig war das tote Bäumchen (Blattwerk war von Anfang an nicht eingeplant). Hier sieht man auch ganz gut, wie groß Minis daneben sind.

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Vogelperspektive 😉

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Ohne die Farb- und Leimkosten hat der ganze Spaß gerade mal 3 Euro (für die Modelliermasse, die es bei jedem nanuNana gibt) und 4-5 Tage Zeit (a 15 Minuten) gekostet.

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Werde ich bestimmt noch öfters machen…

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Beholdernachschlag und Kristallgolem

Als ich neulich den bemalten Betrachter vorstellte, wusste ich, dass ich doch irgendwo noch andere Fotos hatte – konnte diese aber bis heute nicht finden.

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Frisch wiederentdeckt daher nun nochmal das „alte“ Monster in neuem Licht – zumal man hier endlich mal ganz gut sehen kann, was für ein Brummer das im Vergleich zu mannshohen Minis ist:

Außerdem habe ich u.a. auch Bilder eines Kristallgolems von Reaper gefunden, die ich einfach aus Prinzip noch hinterherschiebe:

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Frösche klonen mit Abformmasse

Alle Jahre wieder kommen in Rollenspielpublikationen ein paar Riesenfrösche vor, doch wenn man sich ein paar entsprechende Minis zulegen will, stellt man fest, dass das Angebot mau und ziemlich überteuert ist – dafür, dass man die kleinen Quaker nur alle Jubeljahre braucht.
Jetzt kann man sich mit Pöppeln, Glassteinen und anderen Alternativen beglücken – oder ganz billig und ohne viel Aufwand eine Froschfarm aufmachen:

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Schon vor einer ganzen Weile stolperte ich in einem Bastelladen über zwei kleine Plastikfroschmodelle für gerade einmal einen Euro und neulich beschloss ich, die Dinger einfach zu Klonen:

Ich habe hier und da ja schon mal Bluestuff erwähnt, jene wiederverwendbare Abformmasse, die im heißen Wasser zu einer kaugummischleimartigen Substanz wird, welche man dann auf einen Rohling klatscht, um dann nach Erkalten der Masse eine schicke Form zu haben.

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Die Form habe ich dann mit Milliput und Greenstuff befüllt (Letzteres brachte die schnelleren und schärferen Ergebnisse) und konnte mir so aus zwei Fröschen innerhalb weniger Tage eine kleine, kostengünstige Froschherde aufbauen, die dann nur noch bemalt werden musste.

Ich kann Bluestuff nur jedem empfehlen, der kleine, flache Formen kostengünstig schnell und ohne Probleme selber basteln will. Derzeit klone ich damit gerade einen Schlafsack, darüber werde ich vermutlich auch noch berichten.

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In diesem Sinne: Quaaaak..!

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DIY Camp/Nachtlager einer Abenteurergruppe

Jede Abenteurergruppe, die etwas auf sich hält, reist durch die Gegend. Hin und wieder soll es in der Wildnis dann auch noch zu überfallartigen Begegnungen kommen, oftmals sogar in der Nacht, wenn die Helden sich eigentlich erholen sollten.

Da solche Situationen keine Seltenheit sind, dachte ich mir, ein Nachtlager muss mal her.
Dann weiss jeder Spieler, wo sein Charakter pennt oder beispielsweise wie weit es zum Rucksack mit dem rettenden Heiltrank ist.

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Ganz klischeemäßig habe ich die Schlafstätten optisch den typischen Klassen zugeordnet, doch dazu später mehr.
Erstmal zum Thema Nachbasteln:

Was wird gebraucht?

Die Zutaten:
Ein olles T-Shirt
Ein alter Frotteelappen
Etwas Garn/Schnur
Leim
Jede Menge Bits
Farbe

Zuerst werden T-Shirt- und Frotteereste zu Matratzen/Decken/Laken zurecht geschnitten.

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Die Grundgröße beträgt hierbei 2,5cm x 5cm, allerdings kann man sich überlegen, die dünne T-Shirtbaumwolle doppelt so groß zu zuschneiden (siehe Bild), dann kann das später umgeklappt werden, wodurch alles durch die Mehrlagigkeit noch etwas „stoffiger“ wirkt.

Anschließend kommt erstmal mit Wasser verdünnter Leim in Spiel:
Ich habe mir von jeder Stoffart jeweils 2 Stücke geschnappt (der Rest wird später noch für die Zudecken benötigt), um daraus zwei Stoff- und zwei Fellunterlagen zu machen. Diese wurden dann erstmal mit dem Leimwasser getränkt.

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Als Nächstes wurden ein paar T-Schirtreste zusammengerollt und mit Schnur umwickelt – das werden dann später Gepäckrollen, die als Kopfunterlage dienen.
Aprospos Kopfunterlage – ein Nachtlager bekommt sogar ein „richtiges“ Kissen spendiert (eigentlich ist das nur ein Stück Frottee, welches mit T-Shirtstoff umwickelt wurde – ähnlich habe ich auch noch ganz fix einen Beutesack gebastelt).

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Danach wurden die restlichen Stoffstücke genommen und als Decken zusammen mit den Kopfunterlagen mit einem Leimklecks auf den Unterlagen befestigt.

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Nachdem alles halbwegs in Position war, wurde alles abermals mit Leimwasser getränkt und zum ordentlichen Durchtrocknen erstmal auf dem Fensterbrett geparkt.

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Nachdem der Leim getrocknet war, habe ich in meine Gußrahmenreste durchforstet und ein paar klassentypische Bits auf die Nachtlager geklebt:

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Helm, Schild und Schwert für kriegerische Charaktere,..

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…Gebetsbuch und Kreuz für die klerikale Fraktion,..

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…für Diebe/Ranger eine Armbrust, Goldsack und Beutetruhe…

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…sowie ein paar selbstgemachte Bücher plus dazugehöriger Schriftrolle für arkanbewanderte Leseratten.

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Dann kam noch Farbe ins Spiel – fertig.

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