Darkest-Dungeon-Dioramakulissenbau Teil 3: Die Belaubung

Dies ist der dritte Teil meines Bastel-Tutorials (Teil 1, Teil 2) zum Bau einer Dioramakulisse im Look von Darkest Dungeon.

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Die Belaubung dieser Bastelei mussten diesmal – auf Grund des Comiclooks – etwas anders verlaufen als bei sonstigen Projekten:
Normales Streu & Co würde mit seinem Pseudorealismus mehr stören, als helfen, den blättrigen Cartoon-Bewuchs darzustellen. Zudem handelt es sich bei dem Blattwerk über dem Dungeoneingang um dickes, buschiges Grünzeug – da würde ich auch irgendwie das Volumen hochdrehen müssen:

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Also mal was anderes – und im Nachhinein kann ich sagen, dass ich die verwendete Methode für dicke Büsche oder gar dichten Baumbewuchs definitiv weiter verfolgen werden. Doch jetzt erstmal zurück zu diesem Projekt und wie ich überhaupt vorgegangen bin.

Ich war bei Rossmann.

Eigentlich plante ich, nur n billigen Syntethikschaumstofbadeschwamm zu kaufen, doch da gab es noch so einen Duschmassagehandschuh mit gewölbter, wellenartiger Oberfläche, den ich auch noch gleich dazupackte:

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Das Schaumstoff habe ich dann mit dem Heißdrahtschneider erstmal in dünne Scheibchen geschnitten, mit den Fingern angerupft und diese dann (wohlweislich gleich in verschiedenen Grüntönen) mit Abtönfarbe eingefärbt.
Danach mussten diese Schwammfetzen erstmal gut durchtrocknen.

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Während das Zeug trocknete, schnappte ich mir ein paar Kaffeefiltertüten und färbte diese ebenfalls mit Grün und hier und da etwas Gelb beidseitig ein.

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Als die Schwammstückchen trocken waren, schnappte ich mir einzelne Lagen, testete Positionen, leimte sie schließlich an der Unterseite dick ein und klebte sie – verstärkt mit Stecknadeln, um gegen ihre Grundform anzukämpfen – auf die Gewölberuine:

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Die inzwischen getrockneten Filter bearbeitete ich mit meinem Leafpuncher, um damit fleissig Blätter – von Pausen, Handmassagen und Youtube durchsetzt – in den unterschiedlichsten Grünschattierungen auszustanzen.

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Nach großzügiger Trocknungszeit widmete ich mich wieder dem Schaumstoff und entfernte vorsichtig die Nadeln, brachte die nächste Schicht auf, und irgendwann hatte ich meinen voluminösen Laubuntergrund.
Das war übrigens nur der Handschuh – den Badeschwamm habe ich (noch) gar nicht gebraucht.

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Irgendwann war auch die letzte Schwammlage ausgetrocknet, jetzt ging es an die ausgestanzten Blätter.

Auch hierbei habe ich dick Holzleim aufgetragen und dann ordentliche Ladungen meiner Filterblätter raufrieseln lassen.

Nach dem alles voll war, habe ich erstmal den Leim etwas anziehen lassen, danach gab es noch per Pipette etwas Leimwasser auf sämtliche Blätter, damit alles schön hart wird und nix ab“blättert“.

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An 1-2 Ministellen klebte trotzdem kein Blatt, doch da muss man schon sehr genau suchen – durch die grünschattierte Schaumstoffunterlage sieht man Lücken so gut wie gar nicht.
Vor allem aber ist es voluminös geworden und hat durch den Kaffeefilterlook einen comicartigeren Look bekommen.

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Jetzt fehlte nur noch der Bodenbewuchs und letzte Details, wie beispielsweise die Anbringung des Fallgatters, auf das ich alles im nächsten Teil eingehen werde.

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