Angeschaut: Frostgrave – Spellcaster Issue 2

Nach Issue 1 werfe ich heute einen Blick auf die zweite, (inzwischen) 36seitige Ausgabe des Frostgrave Magazins Spellcaster. Von optischer und layouttechnischer Qualität gleicht sie Ausgabe Eins, kommen wir also zum Inhaltlichen, wo es sofort mit den bereits erwähnten „Dragons!“ losgeht, welche in vier Alterskategorien unterteilt werden (Je älter, desto krasser natürlich).

McCullough stellt bereits im Vorwort klar, dass Drachen für ihn eigentlich viel zu overpowered sind, er aber immer wieder auf das Thema angesprochen wird. Seine hier vorgestellten Ungetümer sind also keine gutgebalanceten HighLvl-Encounter, die mal etwas Schmackes in die Runde bringen sollen, sondern tatsächlich Ungetüme, die neben ein paar Magiern und ihren Handlangern wohl gleich auch noch 1-2 Bezirke Felstads nebenbei einäschern können.

Ich mag solche Ansätze, wenn die Welt sich nicht dem Spiel beugt, sondern knallhart so ist, wie sie ist – wer also unbedingt einen Drachen mal treffen will, kann dies nun gerne tun, bekommt aber ziemlich sicher – wie es sich für einen Drachen nun mal gehört – dabei ordentlich auf die Fresse. Vielleicht helfen die optionalen Drachenschwächen noch etwas, welche extra eingebaut wurden, um Gruppen eine etwas höhere Überlebenschance zu geben.

Wer es dennoch wissen will, kann sich mit einem Mitspieler in The Lair of Gremolean – einem kooperatives Szenario inklusive einem äußerst gefährlichen Drachen – auch sofort eines besseren belehren lassen.

Anschließend wird es mit Traps in Ghost Archipelago regellastiger. Ganze 20 verschiedene Fallen und ihren Umsetzung am Spieltisch werden hier präsentiert, zusammen mit einem neuen Söldnertypen – dem Trapper. Die neuen Fallen kann man anschließend gleich im Solo-Szenario The Dead keep it an sich ausprobieren.

Danach gibt es mit Frostgrave Mech War eine Regeladaption, um Mech-Gefechte mit Frostgrave-Regeln auszuspielen – also keine Mechs in Felstad, sondern vermechte Frostgrave-Regeln. Mit Retreat from Blood River gibt auch gleich ein Probeszenario dazu, in dem zwei Spieler gigantische Kampfkolosse auf irgendeiner Welt aufeinander hetzen können.

Zum Ende hin geht es mit dem Szenario The Bridges of the Mal Dreath dann doch nochmal in frostigere Gefilde, abschließend folgt noch die zweiseitige Mailbox mit ein paar FAQs und in The Horizon plaudert McCullough noch etwas über zukünftige Projekte aus seiner Feder (wobei Frostgrave auch hier nicht die Hauptgeige spielt).

Fazit

Auch die zweite Ausgabe von Spellcaster weiss zu überzeugen und ist von solider Qualität, was Aufmachung, Sprache und Regeln angeht. Die Artikel zum Geister Archipel fand ich interessant, trotzdem kommt mir Frostgrave dafür im Gegensatz etwas zu kurz für ein Frostgrave-Magazin. Mit dieser Mech-Adaption der reinen Regeln fühle ich mich auch nicht wirklich angesprochen, so dass reine Felstad-Artikel im Grunde nur die Drachen und die beiden Szenarios (eines davon halt mit einem Drachen) behandeln. Selbst die paar Fragen in der Mailbox haben nur zur Hälfte was mit Frostgrave zu tun.

Trotzdem liest sich alles recht interessant und für 5 Euro (da will ich eh nicht meckern) hätten vermutlich auch schon die Drachen gereicht. Ich bin gespannt, wie es weitergeht – bei den nächsten Ausgaben bin ich auf jeden Fall weiterhin dabei.

Spellcaster ist über die Wargamevault erhältlich.

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