Warpath: First Strike

Der erste, 268seitige Roman im Warpath-Universum von Christopher Verspeak entführt den Leser auf die Welt Acreon, eine kleine Koloniewelt am Rande der GCPS, welche erst kürzlich von den rattenhaften Veer-Myn überfallen wurde.

Anfangs begleitet man eine Gruppe GCPS-Marines der Drakenhof Corporation, welche die geplünderten Straßen von Guiders City nach letzten Stoßtruppen der alienhaften Nager durchsucht, bevor sie auf den Enforcer Lieutenant Commander Roca und seine Pathfinder trifft, welche im Auftrag des Rates der Sieben die Hintergründe des Überfalles auf Acreon untersuchen.

Im Laufe der Geschichte stoßen die Protagonisten auf eine Verschwörung, welche von geheimen Forschungslaboren unter Acreon bis hoch in die Ränge des Rates der Sieben selbst reicht und – natürlich – in eine gigantische Schlacht gipfelt.

Der Roman ist ein typischer Vertreter solch spielbegleitenden Bücher – keine besonders anspruchsvolle Literatur, aber das will er auch gar nicht sein. Stattdessen bietet er spannende Unterhaltung und gute Action, während man als Leser mehr über das Warpath-Universum, die alles verzehrende Plaque und die knallharten Enforcer erfährt.

Zügig und flott reiht sich in First Strike Kapitel an Kapitel, wirkliche Längen oder ermüdende Passagen gibt es nicht – ständig ist irgendwas los und jede Seite bringt die Handlung um das unfreiwillige Duo Roca und Marine King voran.

Ob actionreiche Straßengefechte, verlassene Raumschiffe, überrannte Laborkomplexe oder nette Dialogpassagen – langweilig wird es eigentlich nie und selbst das Ende des letzten Kapitels weiss noch einmal zu überraschen.

Mir hat First Strike auf jeden Fall gefallen, deutlich einer der besseren Romane dieser Gattung. Das Gespann aus knallhartem Enforcer und reifendem Marine ist gut gewählt und weiss in seiner Entwicklung zu gefallen, während man viele nette Details über das Warpath-Universum erfährt und wie die GCPS funktioniert.
Zudem werden die Veer-Myn sowie ihre Clanstruktur auch noch genauer beleuchtet und ihre Waffentechnologie greifbarer gemacht – ständig war ich gegen Ende dabei, mir die dazugehörigen Minis im Netz rauszusuchen und anzuschauen.

Die beiden Hauptgefechte scheinen direkt aus einer Partie Deadzone bzw. Warpath entsprungen zu sein, gerade bei der Endschlacht erinnert der sprunghafte Wechsel einzelner Gefechtsszenen stark an das abwechselnde Hin und Her am Spieltisch.

Hier und da gab es kleine Typos oder Wortdoppler, aber alles noch vertretbar (zumal ich mir noch vor Ankündigung der Printversion das PDF hierzulande per Onlinedruckerei zu Papier bringen liess – es kann also gut sein, dass im offiziellen Print diese Fehlerchen bereits ausgemerzt sind).
Wie gesagt – kein literarischer Meilenstein, aber ein unterhaltsamer Roman zum Spiel (bzw. Spielen), der seine actiongeladene, spannende Handlung Kapitel für Kapitel vorantreibt und einfach Spaß macht, wenn man an dem SciFi-Universum von Mantic (also Deadzone, Dreadball und Warpath) Interesse hat.

Kann man sich geben 🙂

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2 Kommentare zu Warpath: First Strike

  1. Thomas sagt:

    Ich habe es auch zu Hause rumliegen und es harrt noch einer Leseprobe, da ich mich derzeit erstmal durch „die Bestie erwacht“ schnökern muss.

    Freu‘ mich schon drauf, mal tiefer ins Warpath-Universum einzutauchen, die Bücher aus dem Kickstarter sind ja wirklich eine tolle Gelegenheit dazu.

  2. Otmar sagt:

    Ich kann nur unterstreichen, dass der Roman einer der besseren dieser Gattung ist. Wenn ich an das oft sinnlose herumgeballer vieler Military SciFi denke, allen voran vielen GW Romanen, dann ist First Strike deutlich besser! Ich hoffe mantic kann das Niveau halten. Sobald die ersten Romane erfolgreich sind besteht immer die Gefahr, dass unter der nun erfolgreichen Marke jeder Mist veröffentlicht wird um Geld zu machen und man sich die Perlen heauspicken muss. Hoffen wir auf das Beste. Bis jetzt läufts ja gut.

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